Nona Simakis
Bujinkan Budo Taijutsu · 15. Dan · Dai Shihan
Der Weg zum Bujinkan
1993 suchte Nona Simakis einen Selbstverteidigungskurs für ihre Tochter und stieß dabei eher zufällig auf das Bujinkan Budo Taijutsu. Eine schwere Knieverletzung hatte zuvor ihre Laufbahn als Handballerin bei Borussia Dortmund beendet, noch bevor sie richtig beginnen konnte. Trotzdem begann sie im selben Jahr mit dem Training und ist dem Bujinkan seitdem, seit über dreißig Jahren, treu geblieben.
Ein Seminar bei Shihan Niko Stefanidis bestärkte sie auf diesem Weg. Trotz ihres Knies entschied sie sich, weiterzutrainieren und immer tiefer in das Bujinkan einzutauchen. Schon bald organisierte sie selbst Seminare und Trainingsveranstaltungen. Als erste Trägerin des 8. Kyu wurde sie regelmäßig zu den Treffen des Shidoshi-Kai in Deutschland eingeladen.
Die Ninpo Association
Die starren Hierarchien jener Zeit entsprachen nicht ihrer Vorstellung vom Budo. Deshalb gründete sie die Ninpo Association als gemeinnützige Organisation. Ihr Ziel war es, das Wissen des Bujinkan allen Interessierten durch günstige Seminare zugänglich zu machen und den Kontakt zu den Shidoshi zu fördern. Aus diesen Seminaren gingen viele Schülerinnen und Schüler hervor, die später persönliche Schüler der Seminarleiter wurden.
Ihr Dank gilt den Dojos, die Mitglied der Ninpo Association waren:
Bujinkan Dojo Berlin, Carsten Schroeder
Bujinkan Oberhausen, Herbert Zimmermann
Bujinkan Ninpo Berlin, Beate Nikl
Bujinkan Aschersleben, René Anton
sowie vielen weiteren Einzelpersonen.
Dojos
1993 gründete Nona Simakis das Bujinkan Tenshi Dojo Dortmund. 1995 eröffnete sie eine Zweigstelle in Berlin, eines der ersten Dojos in Deutschland, das allein von einer Frau geführt wurde.
Pionierarbeit für das Bujinkan, 1996 bis 2011
1996 begann sie ihre Öffentlichkeitsarbeit für das Bujinkan in Deutschland:
Im Magazin Kampfkunst International stellte sie das Bujinkan vor, mit Interviews mit Shihan Stefanidis, Shihan Fröhlich und Shihan Kanakis.
Ebenfalls in Kampfkunst International betreute sie eine Werbekampagne für über zwanzig Bujinkan-Dojos.
Sie führte die „Black Belt Seminare“ ein und organisierte sie.
Auf dem Shidoshi-Kai stellte sie das Konzept einer Benefiz-Seminarreihe für Kinder vor.
Sie gab die Zeitschrift Ninpo News & More heraus, mit einer Auflage von 200 Exemplaren.
Durch ihr Engagement in und für das Bujinkan verbinden sie bis heute herzliche Freundschaften in aller Welt.
Graduierung und Auszeichnungen
Im März 2013 verlieh ihr Soke Dr. Masaaki Hatsumi den 15. Dan. Damit ist Nona Simakis die weltweit höchstgraduierte Griechin im Bujinkan.
Im Juni 2013 erhielt sie von Soke den Golden Dragon Award, die höchste Auszeichnung des Bujinkan, für ihre besonderen Verdienste.
Am 11. November 2015 wurde ihr der Shin Gi Tai Bufu Ikkan Menkyo verliehen. Soke vergibt diese seltene Auszeichnung nur an Schüler, die Geist, Technik und Körper in sich vereint haben.
Am 27. Februar 2018 ernannte Soke sie zum Dai Shihan.
Lehre heute
Bis heute unterrichtet Nona Simakis im Bujinkan Tenshi Dojo Dortmund und leitet jedes Jahr mehrere Seminare im In- und Ausland. Unter dem Namen Women’s Shield gibt sie Kurse in Selbstverteidigung für Frauen. Mitte der 1990er Jahre choreografierte sie an der Oper Dortmund die Schwertkampfszene für Verdis „Otello“. Ihre Überzeugung: Kampfkunst beginnt im Leben, nicht auf der Matte.

